Insekten als Vorbild

30. Juli 2026

Bienen haben Flügel und können fliegen. Warum also nicht auch als Modellflugzeug? Mit dieser Idee machte sich unser Vereinsmitglied Reinhold Schäfer an die Planung und den Bau einer außergewöhnlichen Modellbiene.

Um eine grobe Vorstellung zu bekommen, wurde zunächst ein kleines Modell aus Styropor, Draht und Folie gebastelt. Die weitere Konstruktionsplanung erfolgten am Computer. Sperrholz und Styropor sorgen für die nötige Stabilität und Leichtigkeit.

Eine besondere handwerkliche Herausforderung war der filigrane Flügelaufbau aus Balsa- und Furnierstreifen. Diese wurden auf einem Nagelbrett gebogen, gekerbt und wie Sperrholz verleimt. Verwindungsfrei sind die Flügel zweiteilig ausgeführt und werden mit Flachstahl am Rumpf gesteckt und verschraubt. Nach dem Schleifen zu einem Clark-Y-Profil erfolgte die Bespannung mit transparenter Bügelfolie, die dem Modell seinen ganz eigenen Charakter verleiht.

Gesteuert wird die Biene über kombinierte Quer- und Höhenruder sowie ein Seitenruder. Mit 140 cm Spannweite und einem 4S-Lipo summt die Biene heute flott durch die Luft und entfaltet mit ihren transparenten Flügeln, besonders bei blauem Himmel, eine beeindruckende Wirkung.

Wie viele Stunden in Entwicklung und Bau geflossen sind, lässt sich kaum sagen. Für Modellbauer zählt ohnehin vor allem eines: Der erfolgreiche Jungfernflug ist Lohn genug.

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